Vor dem Anpfiff: KREISLIGA 8: TSV Seestermüher Marsch – TuS Hasloh

Glaubt man der Wettervorhersage, dann stehen die Chancen gut, dass der TSV Seestermüher Marsch morgen, Samstag, um 14 Uhr seinen Tabellennachbarn TuS Hasloh zum Nachholspiel in der Fußball Kreisliga 8 empfangen kann. Zumal Ligaobmann Klaus Kimpel einmal mehr seine Kontakte hat spielen lassen, um eine Alternative zum heimischen Rasenplatz zu finden, der wohl auch in den kommenden Wochen keinen Spielbetrieb zulassen wird.

Ausgetragen wird das Duell nun auf dem Kunstrasenplatz des Heidgrabener SV an der Uetersener Straße, nachdem vor drei Wochen bereits die SV Lieth den Seestermühern Asyl gewährt hatte. Mit dem „kleinen HSV“ verbindet die Märschler nicht zuletzt dank einer Senioren-Spielgemeinschaft (Senioren LL 01) eine enge Freundschaft.

Seine Gäste vom TuS Hasloh empfängt das Team von Sven Glück mit breiter Brust. Zwar konnte der TuS das Hinrundenspiel klar mit 4:1 für sich entscheiden, dennoch blicken die Märschler nach anfänglichen Problemen auf zuletzt erfolgreiche Wochen zurück: 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen sprechen eine deutliche Sprache – aber auch der TuS Hasloh, der sein letztes Spiel am 3. November vergangenen Jahres ausgetragen hat, braucht sich mit elf Punkten aus den letzten fünf Partien wahrlich nicht zu verstecken. „Wir wollen den Patzer aus der Hinrunde wettmachen, sind motiviert und ich nehme jeden Mannschaftsteil in die Pflicht, gegen Hasloh über sich hinaus zu wachsen“, so TSV-Trainer Glück zuversichtlich. (Kay Stieler)

KREISLIGA 8: TSV Seestermüher Marsch – Holsatia/EMTV II 3:0 (0:0)

TSV Seestermüher Marsch: Dahlke – A. Hinz, Junke, Themm – Jessen (80. B. Averhoff), Röhrig, T. Männle (62. C. Lohse), Zipfel – Tefci, Bachert (70. L. Männle), Mühlenkamp
Holsatia/EMTV II: Schönhoff – Ahmeti, Petrich (39. Dennis Krohn), P. Kölln, Daniel Krohn (77. Peldzus) – N. Witt, Bargmann, Elfendahl, Peters, Kühl (61. Harmel)- Mundt
Tore: 1:0 Zipfel (50.), 2:0 Mühlenkamp (60.), 3:0 L. Männle (86.)
Gelb-rote Karte: Peldzus (wiederh. Meckern, 90.)
Schiedsrichter: Michael Zibull (Heidgrabener SV)

Bittere Enttäuschung für Nils Hammermann: An seiner „alten Heimat“ auf dem Kunstrasenplatz der SV Lieth, wohin der TSV Seestermüher Marsch angesichts der eigenen unzumutbaren Platzverhältnisse zum Nachholspiel eingeladen hatte, gerieten seine Kreisliga 8-Fußballer von Holsatia/EMTV II unter die Räder.

„Ich habe leider jegliche Leidenschaft auf dem Patz vermisst“, war der Elmshorner Trainer nach der 0:3-Niederlage bedient, während sein Co-Trainer Pascal Ilchen ergänzte: „Uns fehlte es eindeutig an Durchschlagskraft“. Die monatelange Zwangspause – bei den Märschlern ruhte der Ball bereits seit Ende Oktober, bei Holsatia immerhin seit Mitte November – spiegelte sich im vorsichtigen Abtasten der ersten Halbzeit wieder.

Erst nach dem Seitenwechsel legte der TSV eine Schippe drauf, kam über die Tore Lasse Zipfel und Hendrik Mühlenkamp zur 2:0-Führung, ehe auch Holsatia den Druck erhöhte, diesen aber nicht lange aufrecht erhalten konnte. Lars Männle machte den Sack zu – 3:0 in der 86. Minute und Frust bei Holsatia: Gelb-rot wegen wiederholtem Meckern gegen den eingewechselten Maximilian Peldzus. Unterm Strich ein verdienter Sieg für die Märschler, die sich nach schwachem Saisonstart so langsam ans obere Mittelfeld herantasten. (Kay Stieler)

Vor dem Anpfiff: Kreisliga 8 TSV Seestermüher Marsch – Holsatia Elmshorn im EMTV II

Während andernorts die Amateurfußballer nach der Winterpause so langsam ihre sieben Sachen zusammen suchen, um in die Vorbereitung für das regulär im März beginnende Saison-Restprogramm zu starten, kämpfen zwei Teams der Kreisliga 8 an diesem Wochenende bereits wieder um Punkte.

Der TSV Seestermüher Marsch empfängt Holsatia/EMTV II am Sonnabend um 11 Uhr zum Nachholspiel. Von einem „Heimspiel“ kann dabei für die Märschler allerdings keine Rede sein: Das Derby wird auf dem Kunstrasenplatz der SV Lieth ausgetragen. „Zweimal ist die Partie bereits verschoben worden, wir sind insgesamt mit vier Nachholspiele im Rückstand – und unser Platz in Seestermühe sieht nicht so aus, als ob der in nächster Zeit wieder bespielbar sein wird“, berichtete TSV-Ligaobmann Klaus Kimpel, der sich deshalb nach Alternativen umsah und am Butterberg fündig wurde – für Holsatias Coach Nils Hammermann zugleich eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, wo er jahrelang als Jugend- und Herrentrainer tätig war. „Ein Duell weniger, das später in Form von „Englischen Wochen“ ausgetragen wird“, freute der sich angesichts der Tatsache, dass auch sein Team noch drei witterungsbedingt ausgefallene Partien nachzuholen hat. „Wir sind frohen Mutes und freuen uns darauf, dass es nach der langen Pause endlich weitergeht“, verriet Hammermann, dessen verletzte Spieler allesamt wieder genesen sind und der deshalb am Sonnabend personell aus dem Vollen schöpfen kann. Dabei war die Pause für die Holsaten ungleich kürzer als für ihren Gegner: Holsatia bestritt sein letztes Spiel am 26. November – Seestermühe hingegen ist bereits seit dem 31. Oktober spielfrei.

Kein Wunder, dass Sven Glück, der beim TSV nun vorerst bis zum Saisonende als Trainer unter Vertrag steht, es kaum erwarten kann: „Mit Lars Männle und Simon Fifka haben wir zwei wichtige Spieler zurückgewinnen können. Wir sind gleich zu Jahresbeginn ins Training gestartet, sind mit neuen Trainingsanzügen ausgestattet worden, haben unsere Kabinen neu gestaltet… kurzum: Es läuft gut bei uns und meine Jungs haben richtig Bock auf Samstag. Das wird mit Sicherheit ein anderes Spiel als das aus der Hinrunde“. Dort unterlag der TSV Seestermüher Marsch den Elmshornern mit 0:2.Allerdings: Während der TSV aus seinen letzten fünf Spielen mit drei Siegen und einem Remis insgesamt 10 Punkte generieren konnte, lief es bei Holsatia II zuletzt nicht ganz so rund: Vier Niederlagen und ein Sieg machen unterm Strich drei Punkte. (Kay Stieler)

Kreisliga 8: TSV Seestermüher Marsch – TSV Sparrieshoop 2:0 (1:0)

31.10.2017 – Nachholspiel vom 11. Spieltag

TSV Seestermüher Marsch: Dahlke – A. Hinz (80. B. Averhoff), Themm, Junke, Andi – Behrens, T. Männle, Röhrig, Jessen (40. Zipfel), Bachert – Tefci
TSV Sparrieshoop: Krippahle – Sternberg, Vietig, Rathlau, Moritz – Acar, Govori (72. Matern), Schoeß, Strandmann (60. C. Schmidt), Hochschild (70. Peters) – Zuna
Tore: 1:0 Tefci (28.), 2:0 Tefci (80.)
Rote Karte: – / Schoeß (89., Beleidigung)
Schiedsrichter: Marcel Hass (TuS Osdorf)

Seestermühe. Mit dem 2:0 im direkten Aufeinandertreffen ist der TSV Seestermüher Marsch in der Tabelle an seinem Gegner TSV Sparrieshoop vorbei gezogen – absolut verdient, darin waren sich nach dem Abpfiff sowohl Seestermühes Ligaobmann Klaus Kimpel als auch Sparrieshoops Trainer Bernhard Schwarz einig. „Die erste Hälfte haben wir total verpennt, da sind wir nicht ein einziges Mal vors Seestermüher Tor gekommen und haben uns obendrein einen Mega-Fehler geleistet, der uns in Rückstand gebracht hat“, haderte Schwarz. Für den hatte bei den Märschlern einmal mehr Metin Tefci gesorgt, der auch das 2:0 beisteuerte. „Wir haben zwar unsere Konterchancen nicht richtig genutzt – aber spätestens nach dem 2:0 war der Drops gelutscht“, war Kimpel hoch zufrieden, seinen TSV endlich einmal wieder auf einem einstelligen Tabellenplatz zu sehen. Nach dem dritten Sieg in Folge bzw. 13 Punkten aus den letzten vier Spielen belegt der Bezirksliga-Absteiger, der ebenso wie Sparrieshoop im Sommer den Weg zurück in die Kreisliga antreten musste, nun Platz neun. Für die Sparrieshooper Gäste gibt es indessen noch einiges zu tun in den nächsten Wochen: „Unsere Trainingsbeteiligung ist miserabel und spiegelt sich in der Leistung auf dem Platz wieder“, so Schwarz abschließend. (Kay Stieler)

KREISLIGA 8: SC Ellerau – TSV Seestermüher Marsch 0:1 (0:1)

29.10.2017 – 14. Spieltag

TSV Seestermüher Marsch: Dahlke – A. Hinz, Junke, D. Hinz (70. B. Averhoff), Themm – Andi, Röhrig (65. Behrens), T. Männle, Mühlenkamp, Tefci – Bachert
Tore: 0:1 Tefci (41.)
Schiedsrichter: Lars Blunk (SC Alstertal-Langenhorn)

Das goldene Tor im Kreisliga-Duell beim SC Ellerau schoss Metin Tefci für die Gäste vom TSV Seestermüher Marsch – bereits der fünfte Treffer Tefcis in der laufenden Saison, der einmal mehr vollen Kampfgeist bewies und sich auch nach dem Zusammenprall mit einem Ellerauer Gegner in der zweiten Halbzeit nicht auswechseln lassen wollte, mit einem Kopfwundenverband weiterspielte. „Leider haben wir es in der ersten Halbzeit verpasst, den Sack zuzumachen. So haben wir uns in der hektischer werdenden Schlussphase selbst noch etwas in die Bedrouille gebracht und den ein oder anderen Freistoß verursacht, der leicht hätte ins Auge gehen können“, berichtete TSV-Ligaobmann Klaus Kimpel, der trotz alledem einen hoch verdienten Sieg der Märschler sah.
(Kay Stieler)

KREISLIGA 8: TSV Seestermüher Marsch – Glashütter SV 4:2 (3:2)

TSV Seestermüher Marsch: Dahlke – Jessen (51. B. Averhoff), A. Hinz, Junke, D. Hinz – T. Männle, Röhrig, Mühlenkamp, Tefci – Bachert (90. Hüllmann)
Tore: 1:0 Mühlenkamp (5.), 1:1 (12.), 1:2 (27.), 2:2 T. Männle (33.), 3:2 Tefci (45.), 4:2 Mühlenkamp (88.)
Schiedsrichter: Robert Friedhelm Karus (SC Hansa)

Mit dem 4:2-Sieg seines TSV Seestermüher Marsch, der den Glashütter SV empfing, zeigte sich Klaus Kimpel sehr zufrieden. „Wir hatten viele gute Aktionen nach vorne, haben uns gute Chancen erarbeitet“, so Kimpel, musste aber auch zugeben: „Das Spiel war bis zum Abpfiff offen, da hätte alles passieren können. Denn auf der anderen Seite haben wir uns das Leben oft auch selbst unnötig schwer gemacht“. Hendrik Mühlenkamp (2), Metin Tefci und Timo Männle hatten im Gegensatz zu den Glashütter Stürmern aber mehr Zielwasser getrunken. Mit dem erneuten Sieg haben sich die Märschler zudem etwas Luft zum Tabellenkeller verschafft und können so unbeschwerter in die nächsten Spiele gehen. „Dennoch geht es für uns erst einmal darum, uns in die Winterpause zu retten. Nach der Winterpause werden uns dann einige verletzte Spieler wieder zur Verfügung stehen“, so Kimpel mit Blick auf die angespannte Personaldecke: Mit Helge Hell und Marc Hüllmann saßen gegen Glashütte gleich zwei Seniorenspieler auf der Seestermüher Ersatzbank.
(Kay Stieler)

KREISLIGA 8: Sven Glück beerbt Michael Pelster beim TSV Seestermüher Marsch

Seestermühe, 21.10.2017

Es lief nicht gut in den letzten Monaten für den TSV Seestermüher Marsch. Erst der Abstieg nach zwei Jahren Bezirksligafußball zurück in die Kreisliga, dann die Absage des für die neue Saison fest eingeplanten Trainers Sandor Horvath, den es schließlich doch lieber zu Rot-Weiß Kiebitzreihe, als an den Krückaudeich zog. Und auch der Neustart in der Kreisliga 8 ging mit drei Niederlagen zum Auftakt gründlich in die Hose. Immerhin hatten es die Vereinsverantwortlichen nach der kurzfristigen Absage Horvaths geschafft, in Rekordzeit einen neuen Trainer zu finden. Der hieß Michael Pelster und hatte zuletzt TBS Pinneberg in die Bezirksliga geführt, dann aber ebenso wie zahlreiche Spieler in der Sommerpause das Team aus der Kreisstadt verlassen.

Und auch sein Engagement bei den Märschlern sollte nur wenige Monate dauern: „Auf Wunsch der Mannschaft haben wir uns mit sofortiger Wirkung vom Trainer getrennt“, hatte Seestermühes Ligaobmann Klaus Kimpel in der vergangenen Woche verlauten lassen. Offensichtlich stimmte die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft von Anfang an nicht. „Nach einer ersten Aussprache haben sich nur geringfügige Verbesserungen eingestellt“, erklärte Sven Glück, der die Mannschaft nun vorerst bis Jahresende trainieren und dabei maßgeblich von Kimpel unterstützt wird. In einer weiteren Besprechung hatten sich die Märschler schließlich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Pelster ausgesprochen und den Vorstand um dessen Entlassung gebeten.

Glück ist beim TSV Seestermüher Marsch kein Unbekannter. Bereits seit 18 Jahren spielt der 39-jährige, mit Unterbrechungen, in den Mannschaften des Vereins, trainierte dort auch schon mal eine Jugendmannschaft. Zuletzt wollte er spielerisch etwas kürzer treten und agierte als Stand-by-Spieler der Ligamannschaft, kam aufgrund der Personalknappheit und zahlreicher verletzter Spieler aber regelmäßig zum Einsatz. Nun wird er die Geschicke des Teams von der Seitenlinie aus leiten – und der traut er weitaus mehr zu, als ihr derzeitiger Tabellenplatz es vermuten lässt: „Die Mannschaft zieht gut mit, ist motiviert. Das ist ein guter Grundstein. Wenn jetzt noch in den nächsten Wochen der ein oder andere verletzte Spieler wieder einsteigt, dann sehe ich uns durchaus in der Lage, den Sprung unter die ersten sechs der Tabelle zu schaffen“, so Glück zuversichtlich. Dabei könne er sich durchaus auch eine längerfristige Zusammenarbeit vorstellen: „In meinem Alter muss ich nicht mehr 90 Minuten lang als Spieler den Platz hoch und runter laufen und die Arbeit als Trainer macht mir sehr viel Spaß“. Ob die vorerst bis zum Winter vereinbarte Tätigkeit beim TSV in die Verlängerung geht, darüber wird der Spartenvorstand in den nächsten Monaten zu entscheiden haben. „Wir werden dann mal gucken, wie es bis dahin läuft. Und natürlich muss es auch mit meinem Job vereinbar sein“, so Glück, der seit Kurzem hauptberuflich als Eventverkäufer beim Hamburger Zweitligisten FC St. Pauli tätig ist.
(Kay Stieler)

KREISLIGA 8: TSV Heist – TSV Seestermüher Marsch 3:3 (2:2)

TSV Seestermüher Marsch: Dahlke – A. Hinz, Zipfel (37. Behrens), Junke – C. Lohse, Jessen, Andi, T. Männle, Bachert (73. B. Averhoff) – Mühlenkamp, Tefci
Tore: 0:1 Mühlenkamp (11.), 1:1 (13.), 2:1 (27.), 2:2 Junke (40.), 3:2 (70., Foulelfmeter), 3:3 Jessen (75.)
Rote Karte: Spieler Heist (90.+2, Beleidigung)
Schiedsrichter: Andreas Jansen (SC Condor)

Vier Monate nach seinem Amtsantritt war für Michael Pelster auch schon wieder Schluss an der Seestermüher Dorfstraße. „Es hat einfach nicht gepasst. Letztendlich ist der Verein dem Wunsch der Mannschaft nachgekommen, sich von Pelster zu trennen“, berichtete Ligaobmann Klaus Kimpel am Rande der Partie beim TSV Heist. Vorerst wird nun der langjährige Spieler Sven Glück, unterstützt von Kimpel, die Geschicke des Bezirksligaabsteigers leiten.
In Heist konnte der mit einem 3:3 zumindest schon mal einen Punkt erkämpfen und damit für ein wenig Luft zum Tabellenkeller sorgen, derzeit belegen die Märschler mit mageren neun Punkten aus zehn Spielen Platz 11 der Kreisliga 8. „So ganz sattelfest sah das leider noch nicht aus. Vor allem die Heistmer wie auch die Seestermüher Abwehrreihen haben auf beiden Seiten viele Chancen ermöglicht“, resümierte Kimpel, „wir müssen uns jetzt erst einmal in die Winterpause retten und hoffen, dass dann auch einige unserer Langzeitverletzten wieder den Weg zurück aufs Spielfeld finden. (Kay Stieler)

KREISLIGA 8: TuS Hemdingen-Bilsen – TSV Seestermüher Marsch 3:0 (2:0)

TuS Hemdingen-Bilsen: Lohmann – Majer, Wasielewski, Blunk, Mattern – Sichting, T. Mohr, Nied (70. Hollstein), M. J. Gibau (87. Glismann), Berg – K. J. Gibau (75. J. M. Mohr)
TSV Seestermüher Marsch: B. Averhoff – A. Hinz, Themm, Junke, Zipfel – Andi, C. Lohse, Röhrig, Glück, Bachert – Tefci
Tore: 1:0 K. J. Gibau (39.), 2:0 K. J. Gibau (45), 3:0 M. J. Gibau (85.)
Schiedsrichter: Reiner Röschke (Holsatia/EMTV)

Hemdingen. Einen Mannschaftsbus brauchte der TSV Seestermüher Marsch wahrlich nicht für den Weg zum TuS Hemdingen-Bilsen anzuheuern. Geraden einmal elf Spieler bekamen die Märschler für das Kreisliga-Duell zusammen – eingerechnet Sven Glück, der an diesem Tag eigentlich Trainer Michael Pelster vertreten sollte. Seine Anweisungen musste Glück nun vom Spielfeld aus geben. „Das war sehr schwere Kost. Seestermühe hat sich mit Mann und Maus hinten rein gestellt und wir hatten große Mühe, den Abwehrriegel zu durchbrechen“, stöhnte TuS-Coach Patrick Kinastowski. Das gelang am Ende Dank der Gibau-Brüder drei Mal: Kevin Joel traf doppelt, sein Bruder Marvin Jay steuerte das 3:0 bei. Auf der anderen Seite schickte der TSV ein ums andere Mal seinen schnellen Stürmer Metin Tefci nach vorne, „Da können wir uns bei unserem Keeper Helge Lohmann bedanken, dass am Ende die Null stand“, so „Kini“ weiter. Mit dem erneuten Sieg behält Hemdingen seine weiße Weste: Als einziges Team der Kreisliga 8 ohne eine Niederlage in der laufenden Saison grüßt der TuS nun wieder von der Tabellenspitze. (Kay Stieler)

KREISLIGA 8: Vor dem Anpfiff: TuS Hemdingen-Bilsen – TSV Seestermüher Marsch

Hemdingen. „Schaut man in die Historie, dann liegt der letzte Sieg des TuS Hemdingen-Bilsen gegen den TSV Seestermüher Marsch bereits acht Jahre zurück. Allerdings kam es in diesem Zeitraum auch nur zu vier direkten Aufeinandertreffen…“, blicken die Kreisliga-Fußballer aus der Marsch auf ihrer Facebookseite gespannt auf das am Sonntag anstehende Duell in Hemdingen. Die Chancen, dass der Gastgeber diese Negativserie bricht, stehen allerdings so gut wie schon lange nicht mehr. Niederlagen sind der von Patrick Kinastowski trainierten Elf so gut wie unbekannt. Als einziges Team der Kreisliga 8 konnte der TuS aus allen acht Saisonspielen zumindest einen Punkt entführen, unterlag zuletzt am 21. Mai dem SC Pinneberg. „Ein Erfolgsgeheimnis haben wir nicht“, verrät „Kini“. Personell habe sich im letzten Jahr nur wenig verändert, in dieser Saison habe man auf vorhandene Strukturen aufbauen können, hinzu wäre gerade am Anfang etwas Glück gekommen. „Das Wichtigste ist aber: Wir gehen jedes Spiel mit 100 Prozent an“. Gegen die Märschler muss er neben dem verletzten Hendrik Schmiedehausen auch auf Ben Petrikowski, Björn Knodel, Lukas Taube und Onur Gergin verzichten, hinter dem Einsatz von Bjarne Pingel steht ein Fragezeichen. Ein Problem, dass den Seestermühern nur allzu gut bekannt ist. Nach holprigem Saisonstart hatte sich der Bezirksliga-Absteiger zwar wieder fangen können, handelte sich mit einem 2:6 zuletzt aber eine deftige Niederlage gegen die Nachbarn aus Heidgraben ein. „Vor allem unsere angespannte Personalsituation hat uns in den letzten Wochen einen deutlichen Rückschlag beschert“, zeigt sich Michael Pelster, seit Juni verantwortlicher Trainer in Seestermühe, besorgt. Verletzte, ortsabwesende Studenten, „und nun steht uns durch den ‚Tag der deutschen Einheit’ leider auch ein für viele verlängertes Wochenende bevor, das der ein oder andere für einen Kurzurlaub nutzt“, so Pelster. Davon nimmt er sich selbst nicht aus: Stand-by-Spieler Sven Glück wird ihn in Hemdingen an der Seitenlinie vertreten. Ob die angeschlagenen Jan Früchtnicht, Danny Hinz und Timo Männle dann wieder auflaufen können, ist ungewiss, „Es wird auf jeden Fall hart“, meint Pelster, der dennoch positiv in die Zukunft blickt: „Ich gehe davon aus, dass wir am Ende der Saison zumindest mit dem Abstieg nichts zu tun haben werden. (Kay Stieler)