Aus Laufen wird Triathlon,

Bericht von Heiner Asmussen:

Bislang war ich ja nur (Ultra-) Marathons gelaufen. Aber Gina hatte mich auf Triathlons neugierig gemacht. So habe ich mich Anfang des Jahres bemüht, ordentlich kraulen zu lernen.

Da zum Triathlon aber auch laufen und Radfahren gehört, hatten wir auch unsere Rennräder technisch auf Vordermann gebracht und kräftig investiert.

Im Training beim laufen habe ich mir im Mai allerdings die Wade verletzt. Das sollte dann über Wochen nicht heilen.

Dennoch wollte ich es in Brunsbüttel wissen und trat zum Triathlon an. 500 Meter schwimmen klappte gut. Ich kam in meiner Bahn kurz nach dem schnellsten Schwimmer aus dem Wasser. Radfahren (19km) lief auch gut, aber dann kam das laufen. Es waren nur 5 Kilometer. Aber nach 2 Kilometern konnte ich nur noch humpeln und abbrechen. (Da trete ich nächstes Jahr wieder an. Das kann ich so nicht stehen lassen.)

Für den Hamburg Wasser Triathlon war ich auch gemeldet. Der Startplatz war zwar teuer, aber … meine Wade streikte noch immer. Bei jedem Laufversuch im Training kam ich nur ein paar Meter. Mir blieb nur weiter warten und Geduld haben.

… und dann kam der dritte Triathlon, zu dem ich angemeldet war. Die Wade hatte ihren Widerstand aufgegeben, so schien es. Ich traute ihr noch nicht so ganz.

Wir standen also um 6 Uhr auf, weil ich in Felde auch mal einen Triathlon finishen wollte. Im Vorfeld hatte ich mir noch Gedanken gemacht, ob ich im Neo durch den Westensee schwimmen will. Ohne bekomme ich besser Luft. Muss wohl mehr trainieren damit. Großen Zeh ins Wasser gehalten. Wurde nass. Hm. … Da aber einige Athleten ohne Neo am Wasserrand standen, musste es wohl ohne machbar sein. Dann sprach der Moderator unverständliche Worte Richtung Publikum und plötzlich stürmte alles ins Wasser. – Huch – Naja, ich hinterher. Das Wasser war kalt. Aber irgendwann setzte doch wieder die Atmung ein. Anfänglich schwamm ich ein paar mal auf, war in einem Pulk langsam Schwimmender gefangen, suchte eine Lücke, konnte endlich loskraulen und mich weiter nach vorne kämpfen.

Nach dem Schwimmen begann der spaßige Teil. Die Radstrecke war eine muntere Folge von Hügeln, 90° Abbiegungen und Wind gab es auch ordentlich. Schalten, ransaugen am Berg und vorbei. Bergab Ohren anlegen und runterkrachen (49,2km/h). Ich weiß nicht, wie viele Radler ich kassiert habe. Jeder Radler vor mir war eine Herausforderung. Mit Tempo in die Kurven legen und Streckenposten von der Straße jagen macht auch Spaß. Schnitt um 30km/h. Für das bischen radeln im Training ok (Ich fuhr 20km in 39:19 Minuten).

… Dann war ja noch das laufen dran. Die Beine waren irgendwie nicht mehr so locker. Die Laufstrecke begann mit einem knüppeligen Weg bergauf. Gefühlt schlich ich ihn hoch. Hier rächte sich auch das fehlende Lauf-Training, wegen der Wade. Mit Tempotraining wollte ich kein Risiko eingehen. Letztlich lief ich die 5 km in 26 Minuten. Andererseits waren nur 8 Läufer schneller als ich. So durfte ich dann meinen ersten Triathlon (Sprint) mit 1:21:03 (Platz 11 in meiner Altersgruppe) finishen. Ich war zufrieden. … und die Wade? Nix von gemerkt.

Gina blieb dieses Jahr unverletzt und konnte 3 Triathlons finishen (Sprint-Distanz). Beim Feldathlon kam Gina auf Platz 3 in der Gruppe der über 50 jährigen Frauen.

Wettkämpfe muss man planen, um sich im Training darauf einstellen zu können. Unsere Planung sieht im nächsten Jahr den Waltriathlon (Brunsbüttel, Sprint-Distanz), Hamburg Wasser Triathlon (Olympische Distanz) und evtl eine Staffel über die Mitteldistanz vor. Andere Wettkämpfe entscheiden wir spontan. Triathlon macht echt Spaß.

Viele Grüße und wer zu Triathlon Lust hat, kann sich gerne bei uns melden.

Heiner Asmussen